Dienstag, 14. Juni 2011

Vieques

Letzte Woche war ich ein Woche in Vieques am zelten. Vieques gehoert zu Puerto Rico und ist eine der “Spanischen Jungferninseln,“ eine kleine Inselgruppe in der Karibik oestlich von der Hauptinsel. Vieques hat wunderschoene Straende und ist noch nicht so verbaut wie viele Teile der Hauptinsel, da die US Navy dort Jahre lang einen Militaerstuetzpunkt unterhielt. Das eindruecklichste Erlebnis auf Vieques war aber wohl der Besuch einer Bucht mit Biolumineszenz. In dieser Bucht hat es unzaehlige Mikroorganismen im Wasser, die aufleuchten wenn man Wasser bewegt. Wir besuchten die Bucht nachts mit Kajaks und gingen dann schwimmen. Das ist unglaublich schoen, immer wenn man sich bewegt leuchtet das Wasser um einen herum auf. Es ist fast wie in den Sternen zu schwimmen.





Obama in Puerto Rico

Guter Artikel ueber Obama´s Besuch in Puerto Rico heute:

http://english.aljazeera.net/indepth/features/2011/06/201161319551387122.html

Sonntag, 5. Juni 2011

Meeresschildkroeten

Zurzeit is in der Karibik gerade Nistsaison der groessten aller Meeresschildkroeten, die Lederschildkroete. Meeresschildkroeten verbringen ihr ganzes Leben im offenen Meer. Nur die Weibchen kommen ein mal im Jahr ans Land, um Eier zu legen. Sie kriechen dabei an den Strand, graben ein Loch mit den Hinterflossen und legen ca. 100 Eier rein. Letzte Woche bin ich mit ein paar Kollegen an einen Strand in der Naehe von Mayaguez gegangen, um zu sehen ob es nistende Lederschildkroeten hat. Da die Schildkroeten im Schutze der Dunkelheit ans Land kommen, mussten wir nachts gehen. Nachdem wir den ausgedehnten Strand zu Fuss abgesucht hatten, fanden wir ca. um 21:00 Uhr endlich eine Schildkroete. Das ist ein sehr eindrueckliches Erlebnis. Lederschildkroeten sind riesig. Das Exemplar, das wir beobachteten, war ca. 1.7 m lang und der Kopf so gross wie ein Basketball. Es ist spektakulaer, wie sich so ein Tier schweratmend den Strand entlang schleppt. Leider hatte die Schildkroete schon fertig Eier gelegt und wir sahen nur noch wie sie zurueck ins Meer ging. Kurz nach Mitternacht sahen wir dann eine zweite Lederschildkroete, die sogar noch groesser war als die erste. Wir hatten ein bisschen mehr Glueck, und konnten sogar beobachten wie sie zuerst das Loch fertig grub und dann Eier reinlegte. Es ist wichtig das man dabei nicht mit den Taschenlampen rumleuchtet, denn das Licht verwirrt die Schildkroeten. Darum ist das Foto auch von hinten geschossen, um die Schildkroete nich zu blenden. Nach ungefaehr zwei Stunden, war sie dann fertig und kehrte wieder ins Meer zurueck. Es war ein unvergessliches Erlebnis.

Sonntag, 15. Mai 2011

Fotos

Zur Abwechslung ein paar Fotos von mir.





Samstag, 30. April 2011

Studium

Ich studiere hier in Puerto Rico Biologie. Das Studium dauert vier Jahre bis zum Bachelor, also ein Jahr länger als in der Schweiz. Danach könnte ich den Master auch hier machen, doch ich glaube, ich gehe eher woanders hin dann. Das Studium ist leider ziemlich verschult. In manchen Kursen ist es wirklich fast wie Schule, auch von der Unterrichtsmethode und Klassengrösse her. Zudem habe ich vielen Kursen Hausaufgaben und neben den Semesterprüfungen auch Prüfungen während des Semesters. Auch in der Auswahl der Kurse hat man hier nicht viel Freiheit. Erst in den letzten beiden Jahren kann man dann selbst ein bisschen entscheiden, was man belegen möchte. Ebenfalls muss ich während den ersten beiden Jahren Kurse belegen, die überhaupt nichts mit Biologie zu tun haben. Im Moment belege ich zum Beispiel „Amerikanische Literatur des frühen 20. Jahrhunderts“, und nächstes Semester werde ich wahrscheinlich Geschichte belegen.
Das Biologiedepartement hat zum Glück den Vorteil, dass es das größte Departement der Universität ist, und in einem brandneuen Gebäude ist. Das bedeutet, dass das Kursangebot relativ groß ist in Biologie, und dass die Infrastruktur gut ist.
Leider aber wollen viele der Studenten in Biologie gar nicht Biologen sein, sondern Ärzte. Das System hier ist eben so, dass man erst nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium anfangen kann, Medizin zu studieren, und da liegt ein Biologiebachelor halt nahe. Einerseits ist das schade, weil so viele Mitstudenten in Biologie an einem Interessenmangel leiden. Andererseits ist es auch gut für mich, denn die Professoren, die ja alle selbst Biologen sind, freuen sich immer wenn sie Studenten wie mir begegnen, die tatsächlich auch Biologen sein möchten.
In der Schweiz könnte ich vielleicht auf einem etwas höheren Niveau in kürzerer Zeit ein Bachelorstudium in Biologie absolvieren. Doch auch hier stehen mir später alle Türen offen. Es hat zum Beispiel immer wieder Studenten von dieser Uni, die ihr Masterstudium dann an einer Top-Uni, wie zum Beispiel Harvard, machen. Und wenn ich nicht hier wäre, würde ich ganz viele andere Erfahrungen nicht machen, die es auf jeden Fall wert sind.

Sonntag, 10. April 2011

Freitag, 1. April 2011

Grito de Lares

As well as boasting the world’s larges radio telescope and its youngest ever boxing champion, Puerto Rico also holds the dubious distinction of having the created the history’s shortest-lived republic. The independent republic of Puerto Rico, proclaimed during the abortive Grito de Lares (Cry of Lares) in 1868, lasted slightly less than 24 hours.
Worn down by slavery, high taxes and the asphyxiating grip of Spain’s militaristic rulers, independence advocates in the Caribbean colonies of Puerto Rico and Cuba were in the ascendancy throughout the 1850’s and 60’s. Ironically, it was the Puerto Ricans who acted first. Under the auspices of exiled intellectual and physician Dr. Ramon Emeterio Betances, an insurrection was planned in the western town of Lares for September 29, 1868. A ship carrying armed reinforcements from the Dominican Republic was supposed to act as backup but, due to an anonymous betrayal a few weeks beforehand, it was apprehended by the Spanish authorities along with various key rebel leaders. Flailing from the setback, the remaining rebels elected to bring the their planned revolt forward six days to September 23, a move that would ultimately cost them dearly.
Meeting at a farm, codenamed Centro Bravo, owned by Venezuelan-born rebel Manuel Rojas on the evening of September 23, over 600 men and women marched defiantly on the small town of Lares near Mayaguez, where they were met with minimal Spanish resistance. Declaring a Puerto Rican republic from the main square, the rebels placed a red, white and blue flag – designed by Betances – on the high altar of the main church and named Francisco Ramirez Medina head of a new provisional government. Fatefully, the glory wasn’t to last. Electing next to march on the nearby town of San Sebastian, the poorly armed liberation army walked into a classic Spanish military trap and were quickly seen off by superior firepower. A handful of the militia were killed by Spanish bullets while hundreds more – including Rojas and Medina – were taken prisoner.
While the Grito de Lares was decapitated swiftly and never won widespread grassroots support on the island, the action did lead to some long-term political concessions. In the years that followed, the colonial authorities passed liberal electoral reforms, granted Puerto Rico provincial status and offered Spanish citizenship to all criollos (island-born people of European descent). The biggest victory, however, came in 1873 with the abolition of slavery and granting of freedom to over 30,000 previously incarcerated slaves.

Aus: Lonely Planet Puerto Rico